Caroline Fourest setzt sich scharf mit den linken Identitären auseinander
Sie ist Frau, lesbisch, links. Eigentlich könnte es sich die Französin Caroline Fourest bequem in der Opferrolle einrichten und rumjammern. Doch sie hat schon zu viele Idiotismen der dogmatisch-linken Identitären erlebt und über noch viel mehr sorgfältig recherchiert und legt mit Generation beleidigt eine scharfe Abrechnung mit diesen Sektiererinnen und Sektierern vor.
Gestern kämpften Minderheiten gemeinsam gegen Ungleichheiten und patriarchale Herrschaft. Heute kämpfen sie, um herauszufinden, ob der Feminismus „weiß“ oder „schwarz“ ist. Bei all diesem Differenzieren in immer kleiner Opfergrüppchen, die in den Wettbewerb miteinander treten, gerät die Frage der sozialen Ungerechtigkeit immer mehr in den Hintergrund, auch wenn gerade von Leuten, die wohl Marx nie gelesen haben, der Begriff Klassismus als neuester Scheiß in die Welt gesetzt wurde. Caroline Fourest sieht diese neue Spaltung als einen Generationenkonflikt. Kann sein, das würde aber nichts Gutes bedeuten. Bei dem Konflikt um Wolfgang Thierses Äußerungen deutet sich solche ein Kampf Alt gegen Jung aber tatsächlich an.
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