Homogen völkisch

Im Windschatten von Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien hat bei den selbsternannten Vordenkern der Neuen Rechten der Begriff der Ethnischen Homogenität Konjunktur. Es droht ein irreparabler Bruch mit unserer historischen und kulturellen Kontinuität. Das ist der Horizont, vor dem sich diese Frage stellt, schreibt Martin Lichtmesz au der Website der Sezession. Und auf Blaue Narzisse, quasi dem Jugendjournal der Neurechten, resümiert Georg Immuael Nagel: Ja, ein Patriot will selbstverständlich ethnische Homogenität und das ist ein absolut legitimes Anliegen. Wer diese Vision aufgibt, kann es gleich sein lassen.
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Hopper im Tapetenwerk

hopper

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Give me some fucking noise!

Zum ersten Mal ein Laibach-Konzert besuchend und wissend, dass sich die slowenische Band nicht unbedingt um die Bedürfnisse des Publikums schert, hatte ich meine Erwartungshaltung tief geschraubt. So kann man nicht enttäuscht werden. Noch dazu, wenn The Sound of Music als Motto steht. Weiterlesen

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Links und rechts der KH-Allee

Plagwitz bleibt drecksch singt bzw. rezitiert der Rapper Rasputin. Da Rap trotz meiner Teilnahme an einem Workshop vor fünf Jahren noch immer nicht so zu den persönlich bevorzugten Musikrichtungen gehört, bin ich nur durch den Link auf Heldenstadt.de auf den Song aufmerksam geworden und hätte ihn vielleicht auch nicht angeklickt. Wäre ich nicht seit einem halben Jahr Teilzeit-Plagwitzer (wenn auch hundert Meter innerhalb Lindenaus positioniert).

rasputin Weiterlesen

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Unternehmen Dialog 2.1

Nach wiederholter Lektüre von Publikationen Felix Menzels, zu denen ich bereits Rezensionen geschrieben hatte, und einiger neuerer Texte, möchte ich nochmal auf einige Passagen seiner all zu knappen Antwort auf meinen Dialogversuch eingehen. Zumindest indirekt mit diesem Artikel, ihn nochmals anzuschreiben halte ich für vergeblich, wenn schon betont sachlich gehaltene Fragen für eine Diffamierung angesehen werden.

In dem von Menzel gemeinsam mit Philip Stein verfasstem Heft Junges Europa steht unter anderem: Ein paneuropäischer Staat auf Grundlage vieler souveräner und weitgehend homogener Völker und Regionen ist ein revolutionärer Gedanke, der in der jüngsten Geschichte bisher nicht realisiert werden konnte. Im Weg standen ihm bisher stets Staatengebilde, die von vielen Konservativen fälschlicherweise als Nationalstaaten gewertet wurden. Sollten die Separationen einzelner europäischer Völker zu einer Kettenreaktion führen, so könnte ein Europa der Regionen zumindest der erste Schritt eines Szenarios des Umbruchs werden.

Allein aus dieser Publikation ließen sich noch etliche Zitate anführen, von Völkern oder Nationen die Rede ist. In seiner Antwort auf meine Fragen aber schreibt er: Zeigen Sie mir mal Essays von mir, wo ich definieren versuchte, was ein Volk/Nation ist. Haben Sie nicht erkannt, daß ich ganz andere Themenschwerpunkte habe? Zu definierten versucht er es eben nicht, darum genau meine Nachfrage. Aber Volk und Nation sind für ihn keine Themenschwerpunkte? Wen will er mit solch einer Behauptung verarschen? Mich oder seine Kameraden? Bei mir funktioniert es nicht. Eine Definition der stets wiederholten Begriffe würde mich schon interessieren, da ich eben gegen einen inflationären Gebrauch dieser Bezeichnungen bin und differenzieren möchte. Weiterlesen

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Niederbayrisches Schmerzpanorama

Wenn die Postfrau einmal klingelt kann es sein, dass sie ein Päckchen mit einem Buch in der Hand hält, das ich gar nicht bestellt habe. So vor kurzem geschehen. Der Piper Verlag war so nett, mir das Buch Elefanten treffen von Kristina Schilke zuzuschicken. Der Name sagte mir nichts, doch die Fakten des Klappentextes lassen mich vermuten, weshalb ich um eine Rezension gebeten werde. Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, steht da. Bis vor zwei Jahren hatte ich die Angewohnheit, die jährliche Anthologie Tippgemeinschaft des DLL zu zerpflücken. Möglicherweise habe ich da auch mal eine Bemerkung zu Kristina Schilke fallen gelassen. Weiterlesen

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Kühling

Kühl wehts her von Süd

Der Frühling fremdelt dieses Jahr

Hausmeister Gruhle hohlt

Die leeren Tonnen tagelang nicht rein

Blumen bräunen von den Wurzeln her

Bei Toom gibts Stacheldraht

Musiker sterben weg wie Politiker

Wutbürger grölen “Winter muss weg”

Zum Blue Monday wird geflaggt

H. Bosch ist Star der Stunde

Zugvögel wählen neue Routen

Im Westen geht die kalte Sonne unter

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Unternehmen Dialog – Teil 2

Nach dem schnellen Tod von Max Hoelz versuche ich nun eine andere Methode, mit Leuten, die zweifellos auf der anderen politischen Seite als ich stehen, in den Dialog zu  kommen. Hier der Text der Mail, die ich gerade an Felix Menzel, Kopf der straff rechten Internetplattform “Blaue Narzisse” abgeschickt habe. Ich bin gespannt, ob eine Reaktion kommt. Weiterlesen

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Der verkopfteste Platz Leipzigs

Wie meinen? Der Augustusplatz etwa? Benannt nach einem Dickschädel, zwischenzeitlich auch mal nach einem nicht weniger prägnanten Haupt, zudem Sitz der reichlich 600 Jahre alten Uni, von wo aus Synapsen die ganze Welt verknüpfen?

I wo! Bajuwarisch steht in Leipzsch ganz oben. Da wo die Nürnberger eine leichte Steigung nimmt (das gibt es tatsächlich in Leipzig!), trifft sie auf den Bayrischen Platz. Der noch ziemlich junge Kopfbau an der Ecke ist das Kopfzentrum der Universitätskliniken. Alles, was sich am menschlichen Haupt durch äußere Eingriffe reparieren lässt, wird dort zumindest versucht. Durch den Neubau ist ein viel älteres Gebäude in die zweite Reihe getreten, ein Hotel. Dort ist Karl Marx abgestiegen, der nicht nur eine beeindruckende Haarfülle hatte, sonder auch viel unter der Schädeldecke. Er nächtigte hier, um in Wilhelm Liebknechts Verlag den Druck seines Kapitals (sic!) zu besprechen.

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Unternehmen Dialog – Teil 1

Mein Name sei Hoelz. Max Hoelz. Zumindest vorläufig. Unter meinem Klarnamen bin ich schon seit mehr als einem Jahr auf der Facebook-Seite von Legida gesperrt, da schon mein erster Kommentar dort nicht ins Konzept passte. Nun wird aber gerade Legida nicht müde, zum „demokratischen Dialog“ aufzurufen und sich zu beschweren, dass niemand mit ihnen reden möchte außer den eigenen Anhängern. Außerdem wurde ich auch an Stellen, wo ich es nicht erwartet hätte, dazu aufgerufen, das Gespräch zu suchen So schrieb auf einen meiner Beiträge in der Freitag-Community Johannes Gebhart: „Inhaltliche Diskussionen und faktenbasierte Korrekturen sind die einzigen Möglichkeiten der Bekehrung, nicht das Denunzieren.“

Probieren wir es. Max Hoelz goes Facebook. Als erstes reagiert er auf einen Kommentar des sich Peter Clever nennenden Users: „Für Linkes Gezeter hilft nur 9 mm“. Peter Clever geht in seinem FB-Profil sparsam mit Informationen um, den Angaben seiner gerade mal acht Freunde nach scheint er aber aus dem tiefen Westen zu stammen. Max Hoelz stellt ihm die sachliche Frage, ob dies ein Aufruf zum Mord sei. Keine Antwort. Im Unterschied zur Nachfrage ist der Kommentar immer noch nachlesbar. Was sagt Mark Zuckerberg dazu? Nichts. Er dreht Joggingrunden auf der Reichtstagswiese. Weiterlesen

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