Hic salta

Endlich mal wieder Urlaub nach zwei Jahren Arbeit mit kaum einen freiem Tag. Dass es Rhodos wurde, war dann reiner Zufall, geplant war eigentlich Dalmatien. Aber es war ein glücklicher Zufall. Besser hätte es kaum kommen können .

Selbst für einen intensiven Blick in Reiseführer war zuvor kaum Zeit. Um so größer die Überraschung, dass die südöstlichste der griechischen Inseln nicht nur herrliche Strände und nette Landschaften bietet, sondern vor allem auch eine hohe Dichte an geschichtlichen Zeugen.

Der besondere Reiz liegt dabei im Unterschid zu anderen Regionen Griechenlands in der besonderen Mischung diverser Einflüsse, was alle Ethnopuristen gern ärgern darf. Nach bronzezeitlichen Stämmen und Dorern, Ioniern, Mykenern sowie anderen Altgriechen dann Römer, Byzantiner und für zwei Jahrhunderte die Johanniter, Abendlandsverteidiger mit Multikultiansatz, sortiert in sieben oder acht „Zungen“, darunter solche der Auvergne oder der Provence (nur mal so als Randbemerkung für Verfechter der ewigen Existenz von Nationen). Dann vier Jahrhunderte Osmanen, heute noch in Rhodos Stadt mit vier Moscheen präsent. Sogar die 35 Jahre italienischer Besatzung haben ein zwiespältiges, aber deutlich sichtbares Erbe hinterlassen. Dann wieder griechich. Und sehr europäisch, wie man nicht allein an an vielen Tafeln zur Finanzierung von Projekten sieht, sondern auch an hunderten Investruinen in Folge der mörderischen Politik der Union gegenüber Griechenland.

Kirche und Burgruine in Asklepio

Kirche und Burgruine in Asklepio

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Fanpost

Eigentlich genehmige ich ja keine anonymen Kommentare mehr. Aber zum vorherigen Beitrag erreichte mich unter einer Wegwerf-Mailadresse eine Zuschrift, die so köstlich ist, dass ich sie dennoch veröffentlichen möchte. Da sie sich gar nicht auf den betreffenden Artikel bezieht, tue ich das hier als eigenständigen Beitrag:

Sehr geehrter Herr Kassner,

ich habe Ihren Artikel in dem blutroten Blatt „Freitag“ gelesen, in dem Sie Georg Immanuel Nagels Artikel kritisiert haben. Ich halte diesen Artikel für jämmerlich und pöbelhaft, da er nur die ganzen Glaubenssätze der Völkerzertreter wiederkäut. Deutschland war rassisch und ethnisch immer homogen, wie die westlichen Völker generell.

Und was Schwarze und Latinos in den USA angeht: das stimmt ebenfalls, was Nagel sagte. Ich gehe sogar noch weiter und sage: alle Hochkulturen der Geschichte, das alte Griechenland und das alte Rom, sind durch Rassenmischung untergegangen. So ist es nun mal. Weiterlesen

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Von Keulen und kriminellen Kunstkritikern

Es ist mir in den letzten Wochen und Monaten mehrfach passiert, dass ich auf Blog-Artikel oder auch Facebook-Einträge und -Kommentare den Vorwurf bekam, die Nazi-Keule zu benutzen, selbst wenn ich das N-Wort gar nicht benutzt habe. So kürzlich, als ich dem Chemnitzer Historiker Jürgen Nitsche ankündigte, den FB-Kontakt zu streichen, da er mehrfach unkommentiert rassistische Artikel der Seite Achse des Guten teilte. Weiterlesen

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Zum Beispiel Kowalski

Es war einmal. Wirklich märchenhaft sind die Erinnerungen an einen im positiven Sinne verrückten Kerl namens Sergej Kowalski. Kennengelernt habe ich ihn bei einem „Studentensommer“ in der sibirischen Stadt Kemerowo Mitte der achtziger Jahre. Hej Kowalski! schallte es immer wieder über die Baustelle des Sportkomplexes, dessen Terrasse wir ausbauten. My name is Sergej war seine stoische Antwort.

Wenige Jahre später, Anfang August 1989, stand ich in Berlin auf einem Bahnsteig des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg. Aus dem Zug stieg Kowalski, außerdem ein mir noch unbekannter Junge (der in den frühen Neunzigern zum Anhänger Shirinowskis wurde) sowie ein hübsches Mädchen. Mit dem bin ich nun seit mehr als zwanzig Jahren verheiratet. Ein weiterer Mitreisender, der heute international bekannte Autor Jewgenij Grishkovets, hatte in Moskau den Anschluss verpasst, traf erst am nächsten Tag ein. Wir hatten viel Spaß in den zwei Sommerwochen und auch beim folgenden Besuch Kowalskis in der dann schon kaum noch existenten DDR und meinen Gegenbesuchen in Russland.

Die Kontakte wurden spärlicher, bis ich mich 2011 bei Facebook anmeldete und bald schon Kowalski zu meiner Freundesliste gehörte. Da ist er immer noch, Freund wäre jetzt aber die falsche Bezeichnung. Warum ich ihn noch nicht rausgeschmissen habe, fragt mich meine Frau ímmer wieder. Seit reichlich zwei Jahren häufen sich bei ihm eigene oder geteilte Beiträge, die – um es mal ganz vorsichtig auszudrücken – fragwürdig sind. Weiterlesen

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Vier Viertel

vervierung

2+2
5-1
1+1+2
145-141
Wurzel16
40/10

 

entvierung

123567890
235678901
356789012
567890123
678901235
789012356
890123567
901235678
012356789

 

vier und wider

vier flaschen sind kein sixpack
das quadrat ist könig der vierecke
das vierte rad am wagen drehn
über viererbande spielen
skat mit zusatzzahl
vierteilen als radikalchirurgie

 

vier elise

elise
elise
elise
elise
viertel
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Aus Wut wird Wahn

Eva C. Schweitzer hat ihr Buch über die amerikanischen Rechtspopulisten aktualisiert

Trump ante portas. Dass der reiche Rechtspopulist eventuell nächster Präsident der USA werden kann, ist für liberal eingestellte Europäer eine Horrorvorstellung. Um dieses aus der Außensicht schwer verständliche Szenario etwas durchschaubarer zu machen, hat Eva C. Schweitzer ihr 2012 erschienenes Buch über die rechtskonservative Tea Party überarbeitet und  ergänzt. Aus dem damaligen Untertitel “Die weiße Wut” wurde “Der weiße Wahn”. Dass angesichts des jetzigen Verhaltens mancher hiesiger Wutbürger Querverbindungen möglich sind, klingt dabei mit an.

EPSON MFP image

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Die untadeligen Herren Zschäckel und Jendryschik

Eigentlich wollte ich nicht noch einmal auf Lüpertz, Beethoven und den Quatsch eingehen, der da vor einer Woche zum Teil auf dem Podium im Bildermuseum erzählt wurde. Nur gab es aber im Nachgang zu meinem LVZ-Artikel eine Mail von Volker Zschäckel. Nicht an mich, sondern an Jan Emendörfer, den Chefredakteur der Zeitung. Soweit das den Artikel selbst betrifft, mag es die richtige Adresse sein. Aber wie schon im Januar lässt er sich gegenüber Herrn Emendörfer auch über Äußerungen in meinem privaten Blog aus. Dieser hat ein Impressum, so wie vorgeschrieben. Dort ist nichts davon notiert, dass diese Internetsekte in irgendeiner Weise etwas mit der LVZ  zu tun hat. Wenn ich es richtig verstanden habe, war auch seitens des Schriftstellers Manfred Jendryschik ein Text in meinem eben privaten Blog der Anlass, einen vierseitigen Brief an die Chefetage der LVZ zu schicken. Weiterlesen

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Notwendiger Nachtrag zu Lüpertz

Zu meinem LVZ-Artikel bezüglich der Podiumsdiskussion zum Beethoven-Denkmal von Markus Lüpertz sind einige Ergänzungen notwendig. Das Gerede um Objektivität im Journalismus ist zwar Quatsch. Ohne persönliche Haltungen wäre nicht nur das Feuilleton stinklangweilig. Doch als Schreiber sollte man schon ein kleines bisschen neben dem Gegenstand stehen. Das genau war für mich in diesem Falle schwierig. Eingeladen war ich nicht für das Podium, hätte mich dem aber nicht verweigert im Unterschied zu den Unterzeichnern des Offenen Briefen, die fehlten. Dann wurde aber dort auf der Bühne mein Name mehrfach erwähnt. Da fällt die Überparteilichkeit schwer. Weiterlesen

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Homogen völkisch

Im Windschatten von Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien hat bei den selbsternannten Vordenkern der Neuen Rechten der Begriff der Ethnischen Homogenität Konjunktur. Es droht ein irreparabler Bruch mit unserer historischen und kulturellen Kontinuität. Das ist der Horizont, vor dem sich diese Frage stellt, schreibt Martin Lichtmesz au der Website der Sezession. Und auf Blaue Narzisse, quasi dem Jugendjournal der Neurechten, resümiert Georg Immuael Nagel: Ja, ein Patriot will selbstverständlich ethnische Homogenität und das ist ein absolut legitimes Anliegen. Wer diese Vision aufgibt, kann es gleich sein lassen.
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Hopper im Tapetenwerk

hopper

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