Nach Leipzig-Art
“Nach Hongkong-Art” ist ein Artikel der aktuellen Zeit von Adina Rieckmann überschrieben. Darin berichtet sie über den Trend auch ostdeutscher Galerien - konkret benennt sie Gebr. Lehmann Dresden und Eigen+Art Leipzig - am Hongkonger Ableger der Art Basel teilzunehmen. Die betuchten Kunstkäufer stammen längst nicht mehr nur aus den USA und aus Europa, wird “Judy” [...]
Endlich verhallendes Getöse
Eine knappe Woche nach dem 200. Geburtstag Wagners lässt das Getöse etwas nach, der Nachhall ist aber immer noch heftig. Dabei geht es neben der Frage, ob der Tonsetzer denn wirklich so genial war, wie von seinen Fans behauptet (ich selbst halte die Pixies für viel genialer), vor allem um die (un)menschliche Seite RWs. Und [...]
Von wegen kurz
Es ist schon drei Jahre her, als ich zum letzten und bisher einzigen Mal beim Finale des MDR-Literaturwettbewerbes im Haus des Buches an der Prager Straße war. Gestern Abend nun als Wiederholungstäter. Meine damalige Einschätzung habe ich mir erst heute, also hinterher, nochmals angesehen. Leider hat sich nicht viel geändert. Zwar war die Band um [...]
Wollen nur spielen
Es muss Jahre her sein, dass ich mir das Journal Spiegel gekauft habe. Warum es nun doch wieder vorgekommen, ist Nebensache. Positiver Kollateral-Effekt ist aber die Lektüre in der Beilage KulturSpiegel, wo sich der Artikel “Die Spieltheorie” von Maren Keller findet. Da geht es um Spielplätze, die als eine Ghettoisierung von Kindern beschrieben werden. Stattdessen [...]
Trügerische Beruhigung
Am Donnerstag, erster Tag der Buchmesse, sah es ungewohnt leer aus in den Hallen. Am Ende wird nun doch ein neuer Besucherrekord gemeldet und die LVZ titelt sogar: Branche tankt neues Selbstbewusstsein. Gab es da mal eine Krise des Verlagsgewerbes? Auffällig und immer wieder wundersam ist jedenfalls, wie trotz des erschlagenden Überangebotes viele Veranstaltungen überfüllt [...]
Theorie und Praxis
Statt immer nur Kunst zu kritisieren, habe ich mich am Sonntag mal selbst an der Produktion eines temporären Kunstwerkes beteiligt:
Lieblingsort?
Die Anfrage der Betreiberin des Blogs leipzig-leben.de, zum ersten Geburtstag so wie andere Blogger etwas zum Thema “Lieblingsorte in Leipzig” zu posten, hat mich heftig ins Grübeln gebracht. Was ist mein Lieblingsort? Vielleicht der Clarapark bei schönem Wetter? Der Cospudener See bei noch schönerem Wetter? Die Spinnerei? Die Moritzbastei? Irgend eine Ecke der City? Die [...]
Bekackt
Ein Mann in Anzug und Schlips müht sich mit seinem alten Vater. Auf dem etwa acht Meter langen Weg vom Sofa zum Bett kackt dieser sich drei Mal in die Windeln. Verzweiflung beiderseits. Doch Themen des Stückes “Über das Konzept des Angesichts von Gottes Sohn” des Italieners Romeo Castellucci sind weder demografische Verschiebung noch Pfegenotstand. [...]
Geht doch
Viel Zeit habe ich mir in diesem Jahr mit der neuen Tippgemeinschaft genommen. Ein Rezensionsexemplar habe ich von den DLL-Studenten wie schon im Vorjahr nicht mehr bekommen. Meine Besprechung vor zwei Jahren war wohl nicht ganz im Sinne ihrer Erwartungen ausgefallen, die Bestechung freundliche Zueignung also fehlgeschlagen.
Die erste Auffälligkeit in diesem Jahr ist,
Kaum Endzeit, aber Stimmung
Er kommt aus dem Nichts, schreibt J.J. Sullivan über den Rocksänger Axl Rose. Damit meint er weniger die soziale Herkunft als die geografische, eine Kleinstadt in Central Indiana. Und ein bisschen bezieht er diese Kennzeichnung auch auf sich selbst, wurde Sullivan doch 1974 in Louisville geboren. Zwar ist das mit rund einer Viertelmillionen Einwohnern die [...]
weitere Artikel »