KLP 6

Gerade noch so vor der Buchmesse, wo ich mehr Literatur anhören als selbst lesen möchte, habe ich den zweiten großen Abschnitt von Pynchons „Gegen den Tag“ geschafft. Jetzt ist erst einmal eine Pause notwendig. Weiterlesen

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Rentable Umwege

Auch so eine schönes neues Modewort: Umwegrentabilität. Will meinen: Ich fahre nach Chemnitz, um mir das Frühlingsfest der Volksmusik in der Stadthalle anzusehen, kaufe mir zuvor aber noch einen Döner mit viel Knobisoße, damit auch die um mich herum sitzenden Rentner was davon haben. So profitieren viele von einem Kulturgenuss.

Gestern nun waren wir wegen bestimmter Membranen (erkläre ich vielleicht später mal) in Dessau. In der Bauhausstraße hat auch jemand die Umwegrentabilität begriffen. „Bastelbär“ steht an dem Haus wenige Schritte vor dem Gropius-Bau. Wenn sich der Kulturtourist also zuerst in der legendären Institution über den Grundkurs von Josef Albers informiert hat, geht er vor der Rückreise ganz inspiriert zum Bastelbär (Ich dachte bisher, die feinmotorischen Qualitäten von Bären seien eher bescheiden) und kauft noch eine Tüte Moosgummi, Glasperlen und Bastschnüre, um dann zu Hause selbst richtig loslegen zu können. So haben alle was davon.

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Vorläufige Antworten

Das Schielen auf die Benutzerstatistik des Blogs ist die eine Sache. Resonanzen, die von einer richtigen Beschäftigung mit einzelnen Beiträgen zeugen, sind aber erst die Bestätigung, dass man nicht nur ins digitale Nirvana hinein produziert. Besonders intensiv hat Tobias Prüwer, Redakteur des Leipzig Almanachs, meine Thesen zur lokalen Kulturpolitik gelesen. Dabei sind ihm einige Fragen aufgekommen. Diese und meine Antworten sind nun in eben jenem Leipziger Internet-Kulturtagebuch nachlesbar.

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Es geht noch feuchter

Pünktlich zur Buchmesse hat Charlotte Roche den Nachfolgeband ihres vorjährigen Riesenerfolges herausgebracht. Überraschend ist allerdings der sagenhaft günstige Preis. Und die Platzierung neben Büchern, die wohl nie mehr in die Bestenlisten kommen. (Gesehen in der Bahnhofsbuchhandlung Chemnitz)

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Fehlende Krankheitsbezeichnung

Da ich weder Latein noch Altgriechisch je erlernt habe, nach herkömmlichen Maßstäben also keine humanistische Bildung besitze (aber Mähdrescher fahren kann!), weiß ich nicht, wie man denn die Krankheit nennt, unter der ich schon ewig leide. Ich bin nämlich total unfähig, nur ein Buch bis zum Ende zu lesen, ohne gleichzeitig in anderen zu schmökern. Weiterlesen

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Vorn ist das Licht

In der Imbiss-Sitzecke einer Bäckerei in der Dresdner Neustadt steht ein Ständer für Werbepostkarten, auch Display genannt, auf dem Fensterbrett. An seinem unteren Ende klebt ein handgeschriebenes Schild „Tchiboartikel bitte vorn bezahlen!“ Daneben ein fetter, mit Edding gemalter Pfeil, der in die leere Raumecke zeigt.

Man muss wohl nicht alles im Leben verstehen. Warum z.B. die Bundeswehr unser Land am Hindukusch verteidigen muss, warum jedes Bundesland andere Lehrpläne hat, warum man Tchiboartikel vorn bezahlen soll. Wo ist vorn? Vorn ist das Licht, sangen die Puhdys vor fast vierzig Jahren. Ex oriente lux, sagte die Ost-CDU. Also ist das lichtreiche Vorn im Osten. Insofern stimmt die Richtung des selbstgemalten schwarzen Pfeils. Er zeigt die Bautzner Straße entlang aufwärts. Da biegt dann die Alaunstraße ab, wo auch die Scheune ist. Kann ich dort meine Tchiboartikel endlich bezahlen?

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(K)ein dritter Weg?

Die Kultur solle sich auf den demografischen Wandel einstellen, wurde bei der SMWK-Werkstatt am letzten Mittwoch (wie auch anderswo) postuliert. Als Endvierziger betrifft mich das nun bald persönlich. Dabei kommt ein mulmiges Gefühl auf. Weiterlesen

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Kryptisch

Wie im vorigen Eintrag schon angedeutet, habe ich mich gestern nach Dresden begeben. Mit dem Zug. Aus Spargründen brannten trotz des grauen Wetters draußen nur ein Viertel der Leuchten. So fiel mir die Pynchon-Lektüre zunehmend schwerer. Doch genug Energie war für die Leuchttafel am Wagenende vorhanden. Dort stehen normalerweise die nächsten Haltestellen angeschrieben. Das ist praktisch, wenn man den Kopfhörer über den Ohren hat, die Durchsagen also nicht mitkriegt. Gestern aber stand dort über 1:43 Stunden immer nur Brose V2.02r 10/01/96. Was wollte mir der allseits beliebte Herr Mehdorn damit sagen?

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Die Ministerin blogt

Die sächsische Kulturministerin Dr. Eva-Maria Stange ist nun auch unter die Blogger gegangen: kulturblog.sachsen.de nennt sich die Seite. Zum Start dieses Unternehmens und der gleichzeitigen Diskussion über kulturpolitische Leitlinien fand gestern im Dresdner Schauspielhaus eine erste Diskussionsrunde statt, wegen der ich mich in die Landeshauptstadt begeben hatte. Weiterlesen

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Blütenträume

Als Blogger freut man sich zumeist, wenn man von einer anderen Seite her einen Link gesetzt bekommt. So ist es von Schönetöne, einer mir bisher noch unbekannten Seite, aus geschehen in Bezug auf meinen Bericht über das Konzert der 17 Hippies. Zu denken muss mir aber die Überschrift geben. Weiterlesen

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