Mehr Geld für „Freie“

Der Leipziger Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung endlich den kommunalen Haushalt für das schon nicht mehr ganz taufrische Jahr 2009 beschlossen. Ein Bestandteil ist die Erhöhung der Fördermittel für die Freie Szene um 540 Tausen Euro. Weiterlesen

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Ausgependelt

Gut dass Wissenschaftler in staatlichen Einrichtungen nicht immer ganz ausgelastet sind. So hatten die Geografen des Staatsbetriebes Geoinformation und Vermessung Sachsen genug Muße, für die sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte die rechnerischen Mittelpunkte zu ermitteln. Würde man die Umrisse von Leipzig aus Pappe ausschneiden, müsste man die Schnur im Hinterhof Hainstraße 6, gleich hinter „New Yorker“ aufhängen, damit die Balance stimmt. Das ist erstaunlich genau im ideellen Zentrum der Stadt. In Dresden hingegen liegt die Mitte etwa da, wo die Waldschlösschenbrücke mal auf das rechte Elbufer treffen soll. Hat das eine tiefere Bedeutung?

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Tod einer schillernden Persönlichkeit

Aus der Chemnitzer Freien Presse habe ich gerade erfahren, dass Georg Brühl am vergangenen Sonnabend gestorben ist. Ich war in den frühen Neunzigern zwei Jahre zur Aufarbeitung seiner Bibliothek und Grafiksammlung bei ihm beschäftigt, habe ihn also ganz gut kennengelernt. Weiterlesen

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A-Orchester mit Sternchen

Als vor kurzem die Chemnitzer Theaterleute um mehr Gehalt kämpften, wurde der Begriff A-Orchester plötzlich zum Allgemeingut. Hätten die Musiker nicht mehr städtische Stütze gekriegt, wäre die Stärke der Schumann-Philharmonie unter 98 Musiker gefallen, das heißt dann B-Orchester. Stimmt aber nicht ganz. Weiterlesen

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Texte von ganz unten

Clemens Meyer bekommt einen Kollegen. Wieder veröffentlicht jemand ein Buch, der das Knast- und Obdachlosenmilieu aus eigener Erfahrung kennt. Anfang voriger Woche schrieb ich an dieser Stelle, dass ich im FHL-Club einen Amateurautor mit starken Texten gehört hätte, ohne seinen Namen zu kennen. Weiterlesen

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Viele Jemande

Gerade habe ich im Bahnhofsbuchladen die Berliner Literaturzeitung lauter niemand wiederentdeckt, von der ich vor etwa einem Jahr schon mal eine Ausgabe in der Hand hatte. Zum intensiven Schmökern bin ich noch nicht gekommen. Was aber gleich auffällt, ist die Ausschreibung eines Preises für politische Lyrik. Das ist ziemlich mutig. Zu Recht schreibt der Stifter des Preises Jörn Sack unter Verweis auf die große Tradition deutschsprachiger politischer Poesie: Die junge Generation der Dichter aber macht um die politische Lyrik einen weiten Bogen. Privatestes und Phantasiewelten geben die Themen vor. Eros, Tod und Leere werden strapaziert. Genau. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse.

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KLP 5

War das ein guter Einfall – öffentlich Bericht erstatten zu wollen über die fortschreitende (?) Lektüre eines Werkes von monströsen Dimensionen? Vielleicht in dem Sinne, dass Selbstdisziplin eingefordert wird. Weiterlesen

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Ode auf den Bautzner Senf

Scharf zu sein allein
ist ja schon echt steil.
Doch du
– o Mostrix budisinensis –
gemacht aus Wasser,
Senfsaat,
Branntweinessig,
Salz,
Zucker,
Paprika,
Gewürzen,
natürlichem Aroma,
bist auch noch
aus meiner
Heimat –
Oberlausitz  – O!
Du
göttliches Brennen im Gaumen
und weiter abwärts
liegenden Stellen.
Du
treibst mir
Schweiß
auf die Stirn.
Was soll da
das Kleingedruckte:
Develey GmbH
Unterhaching
82001?
Scharfmacher
diese!
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Leipziger Schule

Zitat des Tages: Leipziger Schule, heißen in der Geschichte der Deutschen. Literatur die Anhänger Gottscheds in dessen ästhetischenm Streite mit den Schweizern, s.u. Deutsche Literatur VI., seite 907. (Interpunktion laut Originaltext). Quelle: Pierer´s Universal-Lexikon 1857-1865.

Das erklärt den großen Erfolg der Gottschedstraße, während den Schweizerbogen (liegt in Probstheida) wohl kaum ein Partygänger kennt. Aber was sagt Neo Rauch zu dieser Definition?

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Winterblues

Die Musiker einigen sich auf die Tonart, der Gitarrist gibt den Rhythmus vor. Dann geht es los. Von „Caledonia“ bis „Summertime Blues“ (obwohl die Wolfgang-Heinze-Straße entlang gerade wieder mal Schneeschwaden treiben). Dann noch „Ring of Fire“ und „Knockin´ on Heavens Door“, aber auch „Cäsars Blues“. Die Bandbesetzung wechselt ab und zu. Ein Hund sucht unter den Kneipenbesuchern einen, der ihm was Leckeres zusteckt. Gestern abend bei der Jam Session im Black Label Pub in Connewitz.

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