Wortreich geht der Chemnitzer Journalist und Galerist Uwe Kreissig auf meinen Facebook-Post ein. Ich hatte ihn dazu beglückwünscht, direkt neben Marc Jongen, dem Thymos-Philosophen der AfD, in der Like-Liste zu einem Beitrag des Leipziger Malers Axel Krause zu erscheinen, der sich nebenberuflich vor allem als Propagandist dieser rechtsradikalen Partei hervortut.
Kreissigs Rhetorik ist geschickt, geht aber am Thema voll vorbei. Man dürfe doch auch noch Wagner hören, obwohl er Antisemit war. Und Marx lesen. Die sagenhaft unbedarfte Bemerkung aber, Marx habe den Klassenkampf erfunden, zeigt dann, dass Kreissig ihn garantiert nicht gelesen hat. Im Unterschied zu Houellebecq, der nach meiner Logik ja AfD-nah sein müsste. Tatsächlich wird der Autor gern von Rechten vereinnahmt, engagiert sich aber nicht selbst politisch. Im Unterschied zu Krause, der fast täglich irgendwelche AfD-Positionen verbreitet. Weiterlesen

