Das rockt

Leider blieb bei unserem Kurztrip nach Müchen am Sonnabend nur wenig Zeit, die Innenstadt anzusehen. Einige Zufallserlebnisse gab es trotzdem. Da im Rathaus Tag der offenen Tür war, durften wir die Schuhe besichtigen, die der OB von einer chinesischen Delegation bekommen hat (aber nicht an den Kopf). Und als wir vor der Staatskanzlei ankamen, stand da schon eine Menschenmenge in Erwartung eines großes Ereignisses. Tatsächlich trat wenige Augenblicke später Horst Seehofer aus dem Tor, trat ans Rednerpult und sagte: „Liebe Bayern“. Da sind wir schnell weitergegangen, wir sind ja keine Bayern.

Etwas ganz herzerweichendes habe ich aber auch noch entdeckt. Das kunstvoll mit Arabesken geschmiedete Aushängeschild des Münchner Hardrock-Cafés. Highway to Hell in Seppelhosen.

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Wörter im Galopp

Da schon Suchmaschinenfragen zum Literaturfest auf der Galopprennbahn Scheibenholz zu meinem Blog führen, wird es wohl Zeit, hier mal eine Ankündigung zu machen. Der Livelyrix e.V., zu dessen Vorstand ich gehöre, bietet im Sommertheater auf eben jenem Geläuf wie schon im Vorjahr einige Literaturveranstaltungen an. Neu ist aber, dass es vom 14. bis 16. August in geballter Form ein kleines Festival gibt. Am Freitag geht es mit einem Songslam los, am Wochenende beginnt es schon nachmittags mit Angeboten für Kinder und Familien (Mitwirkende sind noch erwünscht!). Zu den „erwachsenen“ Teilen gehören dann Lesungen von Hans Brinkmann und Henner Kotte, Vorstellungen des FHL-Clubs und des Chemnitzer Poeten Pubs, ein Slam, Bandauftritte, Udo Tiffert & Meer Licht sowie der Klub Kryptonym Farce. Und noch so einiges. Zum Beispiel Poetry Clips im Zelt. Falls es richtig regnen sollte (völlig unwahrscheinlich), wird das Ganze im Zelt stattfinden.

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Keine Sterne in Athen

Hochzeit an der Küste der Ägäis, mitten im Mittelmeersommer. Alle da, nur der eigene Bruder nicht. Der macht in Chemnitz Sommerakademie. Trotzdem von hier aus herzlichen Glückwunsch, Ioanna und Jörg!

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Abends auf dem Marstallplatz

Stammbesucher dieses Blogs werden bei der Überschrift grübeln, wo sich in Leipzig oder Chemnitz denn ein Marstallplatz befindet. Da beide Städte nie einen Fürsten durchfüttern mussten, fehlt da so ein durchlauchter Pferdestall. Es geht um München. Ja, ich habe es fast 20 Jahre nach errungener Reisefreiheit geschafft, an der bayerischen Metropole nicht nur Richtung Italien vorbeizurauschen, sondern auch mal einzudringen.

Grund dafür war die Einladung zu den Münchner Opernfestspielen. Ich als profunder Kenner der Opernszene war Gast einer Talkshow. Weiterlesen

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Maßstäbe

Für die am Montag beginnende Chemnitzer Sommerakademie mit einem anspruchsvollen Kursprogramm hoffen wir, dass wir noch für alle Workshops eine minimale Teilnehmerzahl zusammen bekommen. In der Freien Presse habe ich aber gelesen, dass zum Brauereifest von Braustolz der Einlass wegen des Massenandrangs geschlossen werden musste. Da hat Roland Kaiser gesungen und eine Band namens T Rex, obwohl Marc Bolen seit 30 Jahren tot ist. Das sind die Chemnitzer Qualitätsmaßstäbe.

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Ein schwarzer Tag

Wie schon im Vorjahr ging kein Weg daran vorbei: Beim abschließenden Wannenstechen der Regates de Baquet 2009 fegte die tiefschwarze Besatzung der „Badewanne des Todes“ alle anderen ins Wasser, am Ende musste sogar Paul Fröhlich noch in die braune Brühe des Sees der Tränen abtauchen. Glückwunsch!

Und hier noch ein paar Bilder vom Großereignis: Weiterlesen

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Gelbe Seiten für Weltverbesserer

Seit kurzem gibt es das Webportal Kreatives Sachsen. Dort können sich schöpferisch tätige Menschen aller Sparten und aus dem ganzen Freistaat mit einem eigenen Profil verewigen, damit andere Leute, die Interesse an deren Angebot haben, sich vertrauensvoll an sie wenden können. Nun hat man ja schon mehrere Anläufe für solche Portale kommen und dahindümpeln sehen. Da aber das Leipziger Studio Hartensteiner Initiator der Sache ist, kann man hoffnungsvoll sein. Immerhin hat diese Agentur die designers open zu einer Erfolgsgeschichte werden lassen.

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Nach oben

„Zwei Etagen unter der Hölle“ nennt sich das erste Buch von Uwe Stöß, erschienen im Leipziger FHL-Verlag. Der reißerische Titel deutet auf einen Thriller hin. In gewissen Sinne stimmt das sogar. Es geht um Knastis, Obdachlose und Alkoholleichen. Da der Autor diese Milieus selbst über Jahre durchlebt hat, kann man die Geschichten mit dem ziemlich abgedroschenen „authentisch“ versehen. Auch wenn da sicherlich literarisch verdichtet wurde, handelt es sich um Personen, die tatsächlich existierten. Weiterlesen

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Sowas von gut drauf

Eigentlich geht es mich ja nichts an, weil beim Literaturwettbewerb des mir bisher völlig unbekannten Govinda-Verlages nur Autoren unter 28 Jahren teilnehmen dürfen. Da bin ich ja knapp drüber. Abhalten würde mich aber auch die Bedingung, „positive Gedichte“ einreichen zu müssen. Laut Shell-Studie und anderen Untersuchungen ist ja sowieso die heutige Jugend die erste seit hundert Jahren, die mit der Welt ganz zufrieden ist und mehrheitlich nichts von Rebellion wissen will. Da passt dieser Wettbewerb mit dem Titel „Dem Schönen zuliebe“ ganz gut rein.

Irgendwie reizt mich die Aufgabe trotzdem. Ich werde mich deshalb trotz der unmöglichen direkten Beteiligung mal dranmachen und betont positiv reimen. Die wunderschönen, aufbauenden, vorwärtsweisenden Ergebnisse erscheinen hier in Kürze. Falls ich es zeitlich hinkriege, lese ich sie vielleicht auch schon beim Livelyrix-Slam am nächsten Freitag in Dresden, wo ich wieder mal zu Gast bin.

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Unappetitlich

Der „Kannibale von Rotenburg“ hat ohne Erfolg gegen die Verfilmung seiner Story geklagt. Wegen Persönlichkeitsrechten. Vielleicht hätte er auf Geschmacksmusterschutz klagen sollen.

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