Im durchweg lesens- und sehenswerten, 250 Seiten dicken Begleitbuch der Münchner Opernfestspiele 2009 findet sich gleich zu Beginn ein Aufsatz von Jan Tabor mit dem wundervollen Titel traktat als symposionistisches manifest über die andauernden gesellschaftlichen dissonanzen in musiktheatern und anderen geschlossenen anstalten des gutbürgerlichen an- und stillstandes, wie etwa festspiele, festwochen, festivals und desgleichen sowie über das kontrarevolutionäre syndrom der garnierschen prachtstiege, das diese anstalten lähmt. Der Text bringt mich auf der anhaltenden Suche nach der Fata Morgana namens Hochkultur ein gutes Stück weiter. Weiterlesen
- Ein privates Blog von Jens Kassner zu Kunst, Literatur, Politik, Alltag und anderen Themen
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