Als Mitbetreiber eines Geschäfts, dessen Waren durchweg als Fair Wear gekennzeichnet sind, ist es mir ein Bedürfnis, auf den neuesten Artikel von Georg Immanuel Nagel einzugehen. Nachdem der Autor der Blauen Narzisse mir zuletzt durch seine Apologetik ethnischer Homogenität aufgefallen ist, stellt er nun die Frage Wozu Fair Trade? Dass dies für einen Rechten keine rhetorische Frage ist, erscheint naheliegend. Was soll denn dieser Scheiß mit gerechten Austauschbeziehungen?
Eingangs versucht sich Nagel als Satiriker: Die Weißen seien angeblich auf Grund nicht näher erklärter, offenbar gottgegebener „Privilegien“ von Hause aus stinkreich. Zudem würden sie vor allem die Dritte Welt massiv „ausbeuten“. Zur ersten Aussage: Nein, Herr Nagel, es sind keine gottgegebenen Privilegien, die den Reichtum der westlichen Welt begründen, sondern mehr als 500 Jahre Kolonialismus. Wer allerdings den Geschichtsunterricht komplett geschwänzt hat, weil nach übereinstimmender Auffassung der Neuen Rechten in deutschen, wohl auch österreichischen, Schulen (G.I. Nagel ist kein richtiger Deutscher) dort 12 oder gar 13 Jahre lang ausschließlich über den Holocaust gesprochen wird, kann das einfach nicht wissen. Zur zweiten Aussage. Die ironisierenden Anführungszeichen und den Konjunktiv können Sie ruhig weglassen. So wird ein korrekter Satz daraus: Die westliche Welt beutet die sogenannte Dritte Welt nach wie vor massiv aus. Haben Sie irgend welche Belege, dass dies nicht stimmt? Weiterlesen


