Den Untertitel muss man gewichtiger nehmen als die eigentliche Überschrift Russland verstehen des Buches von Gabriele Krone-Schmalz. Da steht: Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens. Folglich ist es keine Anleitung zum Verständnis der russischen Innen- wie Außenpolitik. Es geht wirklich nur um die Ereignisse in der Ukraine seit 2014 nebst Einlassungen zur Vorgeschichte. Die langjährige Russland-Korrespondentin der ARD kennt das ehemalige Sowjetreich gut und hat offenbar dabei auch eine echte Sympathie für das riesige Land und seine Bewohner entwickelt.
Das 2015 in erster Auflage erschienene Buch hat einen klar aufklärerischen Anspruch, der da lautet: Die westlichen Medien, auch die großen, GEZ-finanzierten, zeichnen ein verzerrtes Bild der Ukraine-Krise. Nun aber kommt Gabriele Krone-Schmalz und rückt das zurecht. Vor allem im einführenden Kapitel wird sie nicht müde zu betonen, wie wichtig es für Journalisten sei, die Wortwahl immer wieder zu durchdenken und die Herkunft von Nachrichten und ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Gut. Leider unterlaufen ihr in dieser Hinsicht selbst etliche Fehler. Gerade wenn man solch einen Anspruch hat, sollten Autorin wie auch Lektoren des Verlages besonders penibel arbeiten. Weiterlesen


