(K)ein dritter Weg?
Die Kultur solle sich auf den demografischen Wandel einstellen, wurde bei der SMWK-Werkstatt am letzten Mittwoch (wie auch anderswo) postuliert. Als Endvierziger betrifft mich das nun bald persönlich. Dabei kommt ein mulmiges Gefühl auf.
Kryptisch
Wie im vorigen Eintrag schon angedeutet, habe ich mich gestern nach Dresden begeben. Mit dem Zug. Aus Spargründen brannten trotz des grauen Wetters draußen nur ein Viertel der Leuchten. So fiel mir die Pynchon-Lektüre zunehmend schwerer. Doch genug Energie war für die Leuchttafel am Wagenende vorhanden. Dort stehen normalerweise die nächsten Haltestellen angeschrieben. Das ist [...]
Die Ministerin blogt
Die sächsische Kulturministerin Dr. Eva-Maria Stange ist nun auch unter die Blogger gegangen: kulturblog.sachsen.de nennt sich die Seite. Zum Start dieses Unternehmens und der gleichzeitigen Diskussion über kulturpolitische Leitlinien fand gestern im Dresdner Schauspielhaus eine erste Diskussionsrunde statt, wegen der ich mich in die Landeshauptstadt begeben hatte.
Blütenträume
Als Blogger freut man sich zumeist, wenn man von einer anderen Seite her einen Link gesetzt bekommt. So ist es von Schönetöne, einer mir bisher noch unbekannten Seite, aus geschehen in Bezug auf meinen Bericht über das Konzert der 17 Hippies. Zu denken muss mir aber die Überschrift geben.
Mehr Geld für “Freie”
Der Leipziger Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung endlich den kommunalen Haushalt für das schon nicht mehr ganz taufrische Jahr 2009 beschlossen. Ein Bestandteil ist die Erhöhung der Fördermittel für die Freie Szene um 540 Tausen Euro.
Ausgependelt
Gut dass Wissenschaftler in staatlichen Einrichtungen nicht immer ganz ausgelastet sind. So hatten die Geografen des Staatsbetriebes Geoinformation und Vermessung Sachsen genug Muße, für die sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte die rechnerischen Mittelpunkte zu ermitteln. Würde man die Umrisse von Leipzig aus Pappe ausschneiden, müsste man die Schnur im Hinterhof Hainstraße 6, gleich hinter “New [...]
Tod einer schillernden Persönlichkeit
Aus der Chemnitzer Freien Presse habe ich gerade erfahren, dass Georg Brühl am vergangenen Sonnabend gestorben ist. Ich war in den frühen Neunzigern zwei Jahre zur Aufarbeitung seiner Bibliothek und Grafiksammlung bei ihm beschäftigt, habe ihn also ganz gut kennengelernt.
A-Orchester mit Sternchen
Als vor kurzem die Chemnitzer Theaterleute um mehr Gehalt kämpften, wurde der Begriff A-Orchester plötzlich zum Allgemeingut. Hätten die Musiker nicht mehr städtische Stütze gekriegt, wäre die Stärke der Schumann-Philharmonie unter 98 Musiker gefallen, das heißt dann B-Orchester. Stimmt aber nicht ganz.
Texte von ganz unten
Clemens Meyer bekommt einen Kollegen. Wieder veröffentlicht jemand ein Buch, der das Knast- und Obdachlosenmilieu aus eigener Erfahrung kennt. Anfang voriger Woche schrieb ich an dieser Stelle, dass ich im FHL-Club einen Amateurautor mit starken Texten gehört hätte, ohne seinen Namen zu kennen.
Viele Jemande
Gerade habe ich im Bahnhofsbuchladen die Berliner Literaturzeitung lauter niemand wiederentdeckt, von der ich vor etwa einem Jahr schon mal eine Ausgabe in der Hand hatte. Zum intensiven Schmökern bin ich noch nicht gekommen. Was aber gleich auffällt, ist die Ausschreibung eines Preises für politische Lyrik. Das ist ziemlich mutig. Zu Recht schreibt der Stifter [...]
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